Die Mobilität in der Schweiz steht vor grossen Veränderungen. Bis 2050 will die Schweiz klimaneutral werden. Das bedeutet: Bis dann nur so viel CO₂ ausstossen wie von der Natur wieder aufgenommen werden kann. Das gilt gleichermassen für die Mobilität wie auch für viele andere Bereiche wie zum Beispiel Gebäude, Industrie und Landwirtschaft.
In den letzten Jahren hat sich im Bereich Mobilität schon viel verändert, zum Beispiel arbeiten viele Menschen heute flexibler, beispielsweise im Homeoffice. Das bestimmt, wann und wie wir unterwegs sind. Es wird deutlich, dass sich Mobilität und die Präferenzen der Gesellschaft kontinuierlich verändern. Viele wünschen sich, dass Mobilität schneller, zuverlässiger und günstiger wird. Doch das ist nicht einfach: Die Strassen und Züge sind zu Stosszeiten oft voll, die Umwelt leidet unter Abgasen und Lärm, und der Ausbau von neuen Strecken kostet viel Geld oder ist zum Beispiel wegen bereits bestehenden Gebäude nicht möglich.
Für 2050 wird vom Bundesamt für Raumentwicklung erwartet, dass der Personenverkehr um 11 % (proportional zur Bevölkerung) und der Güterverkehr um weitere 31 % zunehmen werden. In diesen Fällen wird prognostiziert, dass der Anteil der Strassennutzung für den Individualverkehr leicht zurückgehen und die Bahnnutzung leicht zunehmen wird. Darüber hinaus könnte eine flexiblere Work-Life-Balance die Nachfrage zu Stosszeiten verringern. Der Gütertransport wird jedoch erheblich zunehmen, insbesondere im Bereich der Lieferungen. Deshalb diskutieren Politik und Gesellschaft, wie Mobilität in Zukunft aussehen soll und wie wir sie gemeinsam nachhaltiger gestalten können.


