Gesellschaftliche Probleme
Nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Gesellschaft würde unter dieser Initiative leiden. Viele der zugewanderten Menschen arbeiten im Gesundheitssektor. Kranke Menschen in Pflegeeinrichtungen und Spitälern können dann nicht mehr versorgt werden. Aber nicht nur die Gesundheitsbranche ist betroffen, sondern auch der Bau und in der Folge unsere Infrastrukturen.
Unsichere Beziehungen zur EU
Unser bilateraler Weg zur EU hat sich seither bewährt. Das funktioniert aber nur durch die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen. Die Initiative ist gerade in dieser unsicheren Zeit ein grosses Risiko für die Zusammenarbeit.
Weniger Sicherheit
Die Schengen-Zusammenarbeit mit der EU gibt der Schweiz den Zugriff auf Datenbanken der EU, die helfen Kriminalität einzudämmen. Wenn die Zusammenarbeit infolge der Initiative beendet würde, erschwert sie den Kampf gegen die Kriminalität und den Terrorismus.
Mehr Asylgesuche
Das Dublin-Abkommen hemmt die Zahl der Asylsuchenden in der Schweiz. Dieses Abkommen würde infolge der Initiative wegfallen. Damit würde die Zahl der Asylsuchenden steigen. Denn wenn ein Asylgesuch im EU-Raum abgewiesen wird, kann die Person in die Schweiz einreisen und ein neues Gesuch stellen. Es entstehen Mehrkosten von hunderten Millionen Franken.
Humanitäre Tradition gefährdet
Angenommen die Schweiz nimmt die Initiative an, dann müsste sie die Abkommen zum Schutz der Menschenrechte neu aushandeln. So isoliert sich die Schweiz und verliert an Glaubwürdigkeit.
Probleme statt Lösungen
Der Bundesrat sieht die Herausforderungen mit der Zuwanderung bereits jetzt und ist mit Lösungen beschäftigt: Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus, Reduktion der Asylgesuche, Förderung inländischer Arbeitskräfte und Bilaterale III. Die Initiative dagegen bringt neue Probleme hervor.